Am Donnerstag, den 19 . März 2026, hielt der für den Bereich Heilbronn-Nürnberg zuständige Apostel Arne Herrmann einen Gottesdienst in der neuapostolischen Kirche Schweinfurt. Einen besonderen Akzent hatte der Abendgottesdienst mit 95 Anwesenden dadurch, dass Evangelist Gerald Kaiser, der stellvertretende Vorsteher der Gemeinde Schweinfurt, nach langjähriger Amtstätigkeit in den wohlverdienten Ruhestand versetzt wurde.
Apostel Herrmann legte seiner Predigt einen Bibelvers aus dem ersten Brief des Petrus zugrunde:
Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern segnet vielmehr, weil ihr dazu berufen seid, auf dass ihr Segen erbt. (1. Petr. 3, 9)
Der Apostel warnte in seiner Predigt vor der "Abwärtsspirale", die drohe, wenn Böses mit Bösem vergolten werde. Dies könne anhand des Weltgeschehens bobachtet werden. Das Böse sei das, was von Gott trenne. Jesus Christus aber sei den Gläubigen ein Vorbild, wenn es darum gehe, nicht Böses mit Bösem zu vergelten.
Arne Herrmann versicherte, dass Jesus den Gläubigen die nötige Kraft dazu schenke, seinem Vorbild zu folgen, und ermutigte sie, die göttlichen Gebote zu halten und ihn "ins Boot zu nehmen".
Nach der Feier des heiligen Abendmahls erfolgte die Ruhesetzung von Gerald Kaiser.
In seiner Ansprache würdigte der Apostel den über viele Jahrzehnte treu ausgeübten Dienst von Evangelist Kaiser. Dieser empfing sein erstes geistliches Amt 1980 mit der Ordination zum Unterdiakon. Es folgten weitere Ordinationen zum Diakon (1985) und Priester (1991). Im Jahr 2002 wurde ihm die Verantwortung als Gemeindevorsteher in Bad Neustadt an der Saale übertragen. Schließlich wurde er 2016 zum Evangelisten ordiniert und diente bis zu seiner Ruhesetzung als stellvertretender Gemeindevorsteher in Schweinfurt.
Besonders hob Arne Herrmann hervor, mit welcher Freude und Hingabe der Evangelist gedient habe. Seine Verkündigung sei stets geprägt gewesen von Klarheit, innerer Überzeugung und einer spürbaren Begeisterung für das Evangelium. Auch schwierige Themen habe er verständlich und oft mit einer feinen Prise Humor vermittelt, wodurch er viele Gläubige erreichen konnte. Sein Wirken sei ferner durch große Einsatzbereitschaft, Motivation und Liebe zur Gemeinde gekennzeichnet gewesen.
Text/Bilder: T.R.