Am Sonntag, den 11. Januar 2026, besuchte Apostel Arne Herrmann die neuapostolische Kirchengemeinde Bamberg. Der Gottesdienst hatte das im Lukasevangelium beschriebene Ereignis des zwölfjährigen Jesus im Tempel zum Thema.
Als Bibelwort aus der Berichterstattung des Lukas diente die Frage Jesu:
Wusstet ihr nicht, dass ich sein muss in dem, was meines Vaters ist? (Lukas 2, 49)
Der Apostel erläuterte in seiner Predigt, dass in der Bibel nicht viel über Jesu Kindheit und Jugend berichtet werde. Als herausragendes Ereignis im Leben des damals Zwölfährigen werde aber sein Aufenthalt im Tempel von Jerusalem anlässlich des Passafestes beschrieben.
Seine Eltern hatten ihn wegen der allgemeinen Betriebsamkeit in Jerusalem aus den Augen verloren und drei Tage erfolglos gesucht. Dann kam ihnen die Idee, im Tempel nachzusehen. Dort fanden sie ihn diskutierend inmitten der Lehrer. Diese waren erstaunt über sein Auftreten, seinen Verstand und die Art und Weise, die Bibel auszulegen. Maria und Josef machten Jesus Vorwürfe wegen der Sorgen, die sie sich um ihn gemacht hatten. Er antwortete ihnen mit dem Satz: "Wusstet ihr nicht, dass ich sein muss in dem, was meines Vaters ist?" Die Bibel vermerkt, dass Maria und Josef diese Rede nicht verstanden hätten.
Die Gläubigen - so führte Arne Herrmann aus - verständen heute auch manches nicht, mit dem sie in ihrem Leben konfrontiert werden. Er rief in seiner Predigt dazu auf, nicht mit den Verhältnissen zu hadern, sondern im Vertrauen auf Gott weiterzugehen.
Was bedeutet nun aber die Aussage von Jesus für uns heute? Worin sollen wir uns finden lassen? Apostel Herrmann gab dafür folgende wertvolle Hinweise:
Vor der Feier des Heiligen Abendmahls spendete der Apostel einer Glaubensschwester das Sakrament der Heiligen Versiegelung,
Zum Schluss begrüßte Arne Herrmann noch die Mitglieder aus der aufgelösten Kirchengemeinde Haßfurt, die sich entschlossen hatten, zukünftig in Bamberg die Gottesdienste zu besuchen. Diakon Michael Schnös, der bisher in Haßfurt gewirkt hatte, wird ab sofort zum Amtsträgerkreis in Bamberg gehören. Die Bamberger heißen die ehemaligen Haßfurter herzlich willkommen und wünschen ihnen, dass sie sich in der Gemeinde Bamberg wohlfühlen.
Text: Harald Heil
Bilder: Günter Schmidt