Mit dieser frohen Adventsbotschaft, „es soll nicht dunkel bleiben", begann Apostel Arne Herrmann den Gottesdienst am 3. Advent 2023 in der Kirchengemeinde Erlangen, und sie fasst gleichzeitig das der Predigt zugrunde liegende Bibelwort aus dem Lukas-Evangelium (1, 78-79) zusammen.
Der Apostel traf zu Beginn die Unterscheidung zwischen der Dunkelheit, die uns Menschen in unserer irdischen Gegenwart umgibt, zum Beispiel in Form von Krieg oder anderem Leid, und der geistigen Dunkelheit im Sinne einer Gottesferne, welche durch den Sündenfall verursacht worden ist. Jede dieser Arten von Dunkelheit werde vom Licht Gottes, also seiner Liebe und Barmherzigkeit, erhellt.
Für die Gegenwart bedeute das zwar nicht, dass wir als Menschen keine Probleme und Sorgen hätten, aber Gottes Licht schenke Kraft und Hoffnung für alles, was gegenwärtig im Alltag erlebt werden müsse. Der Ausblick, Teil einer zukünftig neuen Schöpfung zu werden und in die Gemeinschaft mit Gott zu kommen, stelle hingegen das Zukunftslicht im Geistigen dar.
Jedoch solle es nicht so sein, dass wir Menschen nur Empfänger des Lichts sind. Stattdessen, so appelliert der Apostel an alle, solle jeder auch selbst ein Licht sein, in der Gemeinde sowie für die Mitmenschen. Ein Licht könne man zum Beispiel sein, indem man sich Zeit für andere nimmt, ihnen zuhört und sie an der christlichen Zukunftsperspektive teilhaben lässt. Licht sein bedeute aber auch, Frieden zu stiften. Dazu gehöre, den Nächsten so zu behandeln, wie man selbst behandelt werden will, also dem anderen wertschätzend und vergebungsvoll gegenüberzutreten.
In den ergänzenden Predigtbeiträgen wird dieser Appell ergänzt: Licht mache so manchen dunklen Fleck, also so manche Unzulänglichkeit und Fehlerhaftigkeit, sichtbar. Unsere Aufgabe sei es deshalb, uns mit diesen Schwachstellen auseinander zu setzen, sie einzugestehen und sie zu überwinden, auch wenn dies unbequem sein mag und es verlockender erscheint, sie im Dunkeln zu lassen.
Text: M. Körner