"Es geht immer noch ein bisschen mehr, was die Liebe zu Gott und zum Nächsten betrifft." Diesen Kerngedanken stellte Apostel Arne Herrmann seiner Predigt voran, und mit diesem Satz kann der Gottesdienst gut zusammengefasst werden, den der für den Kirchenbezirk Heilbronn-Nürnberg zuständige Apostel mit der neuapostolischen Gemeinde Schweinfurt am Sonntag, den 30. Juni 2024, feierte. 141 Besucher aus den Gemeinden Haßfurt, Bad Kissingen und Schweinfurt nahmen an dem Gottesdienst teil, der von stimmungsvollen Beiträgen des gemischten Chors und des Orchesters umrahmt wurde.
Bereits vor Gottesdienstbeginn spielte das Orchester und erfreute die Anwesenden, besonders mit zwei Soloeinlagen eines Euphoniums. Seiner Predigt legte Arne Herrmann ein Bibelwort aus dem Brief des Paulus an die Philipper zugrunde:
"Und ich bete darum, dass eure Liebe immer noch reicher werde an Erkenntnis und aller Erfahrung." (Philipper 1, 9)
Die Liebe Gottes, so Apostel Herrmann, sei bedingungslos und ohne Zwang. Jeder Gläubige könne diese Liebe persönlich auf sich beziehen. Diese Erkenntnis solle jedoch nicht folgenlos bleiben, sondern dazu verleiten, selbst in der Liebe tätig zu werden.
Über die Gemeinde in Philippi sei verbrieft, dass sie in der Liebe eigentlich "gut aufgestellt" gewesen sei, so Arne Herrmann weiter. Dass Apostel Paulus dennoch die Bitte äußerte, in der Liebe reicher zu werden, bedeute für die Gläubigen heute, stets bestrebt zu sein, wirklich in allen Dingen in der Liebe zu Gott und zum Nächsten recht zu handeln. Der Heilige Geist sei hierbei ein Helfer, da er das erforderliche Urteilsvermögen schenke.
Nach der Sündenvergebung und vor der Feier des Heiligen Abendmahls spendete der Apostel einem Kleinkind die Gabe Heiligen Geistes.
Den Schlusspunkt des Gottesdienstes setzte der Chor mit dem Lied "Der Herr ist mein Hirt" (CB 160).
Text: Thomas Reitz
Bilder: Roland Wagner