Die Industriebetriebe SKF, ZF und Schaeffler sind die drei großen Abnehmer von Fernwärme aus dem Gemeinschaftskraftwerk (GKS). Die restlichen 30 Prozent gehen an Privatkunden, Gewerbetreibende und an unser Kirchengebäude in Schweinfurt. Ein Teil der Seniorengruppe machte sich auf dem Weg, um mehr über die Fernwärmeerzeugung im GKS zu erfahren.
Sicherheit wird im GKS großgeschrieben. Daher wurden zuerst alle Senioren mit einem Sicherheitshelm versehen und für das Gästebuch ein Gruppenfoto erstellt. Danach wurde die Kohleanlieferung, die mittels Eisenwaggon erfolgt, angesehen, bevor es einige Etagen höher in den Müllbunker ging. Hier wird an 24 Stunden und 365 Tagen im Jahr der Müllberg beobachtet und der Müll in die drei Kesselanlagen transportiert.Im GKS wird das ganze Jahr Hausmüll aus ganz Unterfranken verfeuert. In Spitzenzeiten wird mit Kohle, die meist aus Kolumbien kommt, nachgefeuert. „Die Kohle wollen wir in den nächsten 10 Jahren aus Umweltschutzgründen durch Klärschlamm ersetzen“, sagte Dr. Marcel Strätz, Leiter der Organisationsstelle im GKS.
Dann wurden die Kesselanlagen angesehen, in denen die nachgeschalteten Wärmetauscher die Fernwärme erzeugen.
„Wir erzeugen ca. 120 GWh Strom im Jahr, der über die Stadtwerke an der Strombörse verkauft wird. Der Strom würde für rund 30.000 Haushalte im Jahr reichen“, führte Dr. Strätz aus. 64 Prozent des erzeugten Stroms und 55 Prozent der Fernwärme stammen aus der Müllverbrennung. Die läuft das ganze Jahr über, der Kohleteil nur von Oktober bis April. 185.000 Tonnen Müll aus ganz Unterfranken werden pro Jahr im GKS zu Asche.
Zum Abschluss gab es noch eine interessante Präsentation, in der die ganzen Abläufe nochmals präzise geschildert wurden. Beate Sacher, Seniorenbeauftragte der Kirchengemeinde Schweinfurt, bedankte sich stellvertretend für die Senioren mit einem fränkischen Bocksbeutel.
Anschließend tauschten die Senioren sich in einem nahegelegenen Restaurant über die neuen Erkenntnisse aus und ließen den Tag bei einem guten Abendessen gemütlich ausklingen.
Text: Jörg Sacher
Bilder: Ute Körber, Jörg Sacher