Am Donnerstag, den 9. Mai 2024, feierte Bischof Marco Metzger aus dem Apostelbereich Heilbronn-Nürnberg den Gottesdienst zu Christi Himmelfahrt in der neuapostolischen Gemeinde Würzburg. Mit eingeladen waren die Nachbargemeinden Karlstadt, Kitzingen und Ochsenfurt.
Christi Himmelfahrt ist eines der christlichen Hochfeste im Kirchenjahr, nach der christlichen Tradition 40 Tage nach Ostern. Schon im 17. Jahrhundert brachte der wenig bekannte, aber seinerzeit bedeutende Theologe und Liederdichter Josua Wegelin in dem Kirchenlied „Auf Christi Himmelfahrt allein ich meine Nachfahrt gründe“ den Zusammenhang zwischen der Himmelfahrt des Herrn und der Himmelfahrt der Seinen zur Sprache. Im aktuellen Gesangbuch der Neuapostolischen Kirche lautet der Text heute: „Auf Christi Himmelfahrt allein ich meine Hoffnung gründe“ (GB 70). In diesem Gottesdienst wurde es als Bußlied gesungen.
Marco Metzger verlas zu Beginn ein Bibelwort aus dem Lukasevangelium:
„Und es geschah, als er sie segnete, schied er von ihnen und fuhr auf gen Himmel.“ (Luk. 24, 51)
Mit dem Lied von Franz Schubert, „Anbetend deine Macht und Größe“ , stimmte der gemischte Chor die Gottesdienstteilnehmer auf die Predigt ein, bevor zunächst in einer zusätzlichen Bibellesung das Himmelfahrtsgeschehen näher veranschaulicht wurde (Luk. 24, 44 - 53).
In seinen einleitenden Gedanken ging Marco Metzger auf den in der Apostelgeschichte überlieferten zweiten Bericht der Himmelfahrt Jesu ein. Demnach seien seine Jünger voller Freude nach Jerusalem zurückgekehrt, obwohl der Herr von ihnen gegangen war. Denn Jesus Christus habe sie auf die zukünftigen Dinge hingewiesen und den Heiligen Geist als Tröster verheißen. Die gleiche Freude entstehe auch heute im Erleben des Herrn in seiner Kirche und durch die Erwartung der Wiederkunft Jesu Christi.
Den Schwerpunkt der Predigt legte Marco Metzger auf die im vorgelesenen Bibelwort berichtete Segnung der Jünger durch Jesus Christus unmittelbar vor seiner Himmelfahrt. Segen bedeute, Gott nahe sein zu können und mit ihm in Beziehung zu stehen. Er könne auf verschiedene Weise erlebt werden, z.B.:
Der Bischof forderte die Gemeinde auf, mit der empfangenen Kraft für den Nächsten ein Segen zu sein.
Priester Dietmar Züfle und Bezirksevangelist Bauer wurden um ergänzende Predigtbeiträge gebeten, bevor der Bischof mit der Gemeinde das Heilige Abendmahl feierte und den Gottesdienst mit Gebet und Segen beendete.
Text und Bilder: Andreas Lehmann