Am Sonntag, den 16. März 2025, feierte der Gemeindevorsteher Hirte Christian Köhler den Sonntagsgottesdienst in der Gemeinde Würzburg. Er war ebenso geprägt durch die an einem Säugling vollzogene Heilige Wassertaufe wie einem Gedenken an die 80 Jahre zurückliegende Zerstörung der Stadt durch einen schrecklichen Luftangriff, in dessen Folge auch die Gemeinde ihr bis dahin genutztes Gottesdienstlokal verlor.
Auf den Tag genau 80 Jahre war es am 16.03.2025 her, dass Würzburg nach einem Luftangriff alliierter Kampfbomber nahezu vollständig zerstört wurde. Davon betroffen war auch das bis dahin genutzte Gottesdienstlokal in der Kliebertstraße 7. Fortan versammelte sich die Gemeinde im Wohnzimmer des damaligen Gemeindevorstehers Priester Otto Ranft, bis sich 1947 in den Luitpoldsälen eine neue Bleibe fand. Vor Beginn des Gottesdienstes erinnerten mehrere Gemeindemitglieder an diesen Tag, indem sie Aussagen einiger Zeitzeugen, die zum Zeitpunkt des Angriffs Kinder waren, vortrugen.
Christian Köhler stellte die Predigt unter ein Bibelwort aus dem Brief des Apostels Jakobus: „Siehe, wir preisen selig, die erduldet haben. Von der Geduld Hiobs habt ihr gehört und habt gesehen, zu welchem Ende es der Herr geführt hat; denn der Herr ist barmherzig und ein Erbarmer.“ (Jak. 5, 11) Am Beispiel des Hiob erläuterte der Gemeindevorsteher, dass er in seinen Anfechtungen Gott nicht immer verstanden habe, ja im Laufe der Zeit sogar mit ihm haderte. Ein Freund kam ihm zu Hilfe, indem er Hiobs Blick auf die Größe Gottes richtete. Das sei auch heute der beste Weg, wenn wir den göttlichen Weg nicht verstehen.
Priester Chris-Patrick Schöffler wurde um einen ergänzenden Predigtbeitrag gebeten.
Vor der Feier des Heiligen Abendmahls spendete Christian Köhler Julian Etienne Welz das Sakrament der Heiligen Wassertaufe. In der Ansprache an die Eltern und den älteren Bruder wies er auf die Wichtigkeit hin, dem Täufling immer wieder von Jesus Christus zu erzählen und ihm ein Vorbild christlichen Lebens zu sein.
Die Taufhandlung wurde abgeschlossen durch den Kinderchor mit dem Lied „Dass du da bist ist ein Wunder“. Der Gottesdienst klang aus mit „Ich glaube an den Vater“, vorgetragen durch das Blechbläserensemble der Gemeinde.
Text: Lehmann, Andreas
Bilder: Banik, Gundbert; Lehmann, Andreas