Am Sonntag, den 5. Oktober 2025, feierte der Gemeindevorsteher, Hirte Christian Köhler, den Erntedankgottesdienst in der Gemeinde Würzburg. Als Gäste konnten Vertreter des Bezirksverbands Unterfranken der Arbeiterwohlfahrt begrüßt werden, die nach einer Förderung durch human aktiv – dem Hilfswerk der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland - einen Einblick in die Arbeit der geförderten Einrichtung gaben.
Die Grundlage der Predigt bildete ein Wort aus dem Kolosserbrief:
„Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn." (Kolosser 3,17)
Der Gemeindevorsteher legte den Schwerpunkt auf konkrete Handlungen, die Dankbarkeit bezeugen:
In seinen Ausführungen bezeichnete Christian Köhler die Dankbarkeit als Gradmesser der Beziehung zu Gott und forderte die Gemeinde auf, sich immer bewusst zu sein, dass die sichtbare und unsichtbare Schöpfung letztlich vollständig Gottes Werk sei.
Priester Dietmar Züfle wurde um eine ergänzende Predigt gebeten.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls und dem Schlusssegen berichteten Frau Renate Braunbeck und Frau Sara Mayer vom Bezirksverband Unterfranken der Arbeiterwohlfahrt aus der Arbeit einer im Frühjahr 2025 neu eröffneten Tagesstätte für Menschen mit psychischen Erkrankungen. Die Einrichtung helfe diesen Menschen dabei, den Tag zu strukturieren und mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen. Voraussetzung sei, dass sie an den Angeboten teilnehmen und selbstständig in die Tagesstätte kommen können. Dabei biete die Einrichtung Unterstützung beim Aufbau sozialer Kontakte und der Eingliederung in die Gemeinschaft. Sie stärke persönliche Fähigkeiten und ermögliche die Teilnahme an Beschäftigungsangeboten.
Konkret eingesetzt werde die Förderung durch human aktiv beim Ausbau eines Gartens als Nutz- und Erholungsoase. Die Erträge des Nutzgartens werden für die tägliche Essenszubereitung verwendet. Ein Unterstand eigne sich dank einer Sitzgruppe auch als Rückzugsort. Der Garten biete die Möglichkeit, eine kleine Auszeit für sich allein zu nehmen. Daneben fördere das Arbeiten in und mit der Natur die körperliche Aktivität. So werde der Jahreskreislauf strukturiert. Die Ernte mache dann das wahrnehmbare Ergebnis sichtbar.
Seit etlichen Jahren ist es Tradition, dass die Gemeinde im Anschluss an den Erntedankgottesdienst im Erdgeschoss des Kirchengebäudes zu einem Imbiss zusammenbleibt. Auch dieses Jahr waren neben der obligatorischen Kürbissuppe allerlei Köstlichkeiten vorbereitet worden, die zum Verweilen bei angeregten Gesprächen einluden.
Text: Andreas Lehmann
Bilder: Stefanie Wohlfahrt, Andreas Lehmann