„Treffen Sie Gott und die Welt …“ Unter diesem Motto fand in diesem Jahr die 18. ökumenische Nacht der offenen Kirchen in Würzburg statt. Die neuapostolische Kirchengemeinde gestaltete wieder zusammen mit der altkatholischen Gemeinde St. Martin in deren Kapelle ein gemeinsames Programm.
Auf eine zwanzigjährige Tradition, unterbrochen durch die Corona-Pandemie, blickt die durch das Bistum Würzburg der römisch-katholischen Kirche und das Stadtdekanat Würzburg der evangelisch-lutherischen Kirche organisierte Nacht der offenen Kirchen zurück. Insgesamt 21 innerhalb des Ringparks gelegene christliche Kirchen und Einrichtungen öffneten in diesem Jahr ihre Türen und boten ein vielfältiges Programm aus Musik, Licht, Andacht, Diskussion, Begegnung, Kunst oder Genuss. Das Veranstaltungskonzept umfasste ab 19:00 Uhr jeweils zur vollen Stunde insgesamt 4 Programmeinheiten im zeitlichen Umfang von 45 Minuten mit der Möglichkeit, im An-schluss daran in eine andere Kirche zu wechseln. Abgeschlossen wurde die Veranstaltung um 23:00 Uhr mit dem Segen zur Nacht vor der am Marktplatz gelegenen Marienkapelle.
Seit 2023 beteiligt sich die neuapostolische Gemeinde Würzburg in Kooperation mit der altkatholischen Gemeinde St. Martin an dieser ökumenischen Veranstaltung. Erstmals verfasste Priester i.R. Andreas Lehmann, Delegierter bei der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Würzburg, in diesem Jahr für das Programmheft der Gesamtveranstaltung das Grußwort der ACK und war infolgedessen auch am Segen zur Nacht beteiligt.
Das in der Kapelle der altkatholischen Gemeinde St. Martin dargebotene Programm stand unter dem Motto „Es ist Zeit …“. Es umfasste zunächst ein gemeinsam vorgetragenes Musikprogramm mit dem Titel „… Gutes zu tun“. Textimpulse, die sich in unterschiedlichen Perspektiven mit den Begriffen „Zeit“ und „Frieden“ auseinandersetzten, führten zu den jeweils von den Musikerinnen und Musikern beider Gemeinden vorgetragenen Liedern hin. In der vollbesetzten Kapelle gelang es den Interpreten und Vortragenden eine stimmungsvolle Atmosphäre zu erzeugen. Die Darbietungen wurden am Ende von den Zuhörern mit Applaus bedacht.
Als zweites Programmsegment gestaltete die altkatholische Gemeinde eine Taizé-Andacht mit dem Titel „… für Frieden zu sorgen“. Durch einen Wechsel von vielfach wiederholten und zum Mitsingen gedachten Taizé-Gesängen, begleitet von Klavier und Querföte, entstand eine feierliche Atmosphäre.
Bei einem vor der Kapelle gereichten Imbiss wurde die Gelegenheit zum persönlichen Gespräch rege in Anspruch genommen.
Text: Andreas Lehmann
Bilder: C. F.; Christian Köhler; L. Schrauth