Am 18. November 2025 beschäftigte sich der ökumenische Gesprächskreis der neuapostolischen Gemeinde Würzburg mit der Konfessionskunde der evangelisch-lutherischen Kirche. Als fachkundigen Gast konnten wir den ACK-Delegierten, Herrn Pfarrer Stefan Meyer von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Würzburg-Lengfeld begrüßen.
Der ökumenische Gesprächskreis der Gemeinde Würzburg ist offen für alle Interessierten und hat es sich neben der Vorbereitung ökumenischer Veranstaltungen zum Ziel gesetzt, ökumenische Themen von allgemeinem Interesse in verständlicher Form zu besprechen und so die Gemeinde auf ihrem mittlerweile etwa 20-jährigen ökumenischen Weg zu begleiten. Eines der regelmäßig besprochenen Themen ist die Konfessionskunde der in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) Würzburg zusammengeschlossenen elf christlichen Kirchen. Dazu lädt der Gesprächskreis jeweils ein fachkundiges Mitglied dieser Kirchen als Experten ein.
Priester i.R. Andreas Lehmann, der durch den Abend führte, begrüßte Pfarrer Stefan Meyer und alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Gesprächskreises. Diakon Helge Lauterbach eröffnete die Diskussion mit einem Impuls, in dem er u.a. auf Lehraussagen von Martin Luther einging, die als die sog. vier Soli zu Grundprinzipien der Reformation wurden: Sola fide (allein durch den Glauben), Sola scriptura (allein die Schrift), Solus Christus (allein Christus) und Sola gratia (allein durch Gnade). Einleitend fragte er, wieviel Luther heute noch in der evangelischen Kirche zu finden sei. Die insgesamt zehn Anwesenden erlebten in der Folge einen intensiven und lebendigen Gedankenaustausch zu zentralen Themenbereichen wie der apostolischen historischen Sukzession oder dem Amts- und Erlösungsverständnis. Bemerkenswert war dabei, festzustellen, welch große Vielfalt christlicher Traditionen sich unter dem Begriff „evangelisch“ subsummieren lässt.
Beim Auseinandergehen stand die Dankbarkeit im Vordergrund, dass wir ungeachtet einzelner Lehrunterschiede als Christinnen und Christen miteinander ins Gespräch kommen können.
Text: Andreas Lehmann
Bilder: Rudolf Rabhansl