„Kehr bei mir ein mit deinen reichen Gaben!“ Diese Bitte trug der Seniorenchor des Kirchenbezirks Erlangen-Würzburg zu Beginn des Seniorengottesdienstes am 6. April 2025 vor. Unterstützt wurde er von Sängerinnen und Sängern des Würzburger Gemeindechores unter der Leitung von Friedhold Frank. Zum Gottesdienst eingeladen waren auch die Mitglieder der gastgebenden Gemeinde.
Bezirksevangelist Richard Bauer stellte der Predigt ein Wort aus dem Hebräerbrief voran:
"Denn Gott ist nicht ungerecht, dass er vergäße euer Werk und die Liebe, die ihr seinem Namen erwiesen habt, indem ihr den Heiligen dientet und noch dient. Wir begehren aber, dass jeder von euch denselben Eifer beweise, die Hoffnung festzuhalten bis ans Ende." (Hebräer 6, 10-11)
Zu Beginn seiner Ausführungen erinnerte der Bezirksvorsteher an eine Aufforderung in der Heiligen Schrift: „Denk an deinen Schöpfer in deiner Jugend, ehe die bösen Tage kommen und die Jahre nahen, da du wirst sagen: ‚Sie gefallen mir nicht‘.“ (Prediger 12, 1) Gott werde auch in diesem Gottesdienst einen neuen Blickwinkel auf die aktuelle Situation vermitteln, damit wir nicht immer nur mit den Sorgen verhaftet sind, sondern vor allem einen Weitblick auf das ewige Leben bei Gott entwickeln.
In der Auslegung des vorgelesenen Bibelworts verdeutlichte Richard Bauer drei Aspekte:
Bei abnehmender Zahl Mitarbeitender könne es vorkommen, dass vergangene Taten nicht mehr ganz so intensiv im Bewusstsein stehen, wenn Mitwirkende Aufgaben in jüngere Hände geben. Das sei bei Gott ganz anders. Jesus Christus werde sagen: „Was du alles getan hast, hast du mir getan. Gehe ein zu deines Herrn Freude.“
Uns passiere es immer wieder, dass wir die Auswirkungen unseres Dienens nicht sofort oder manchmal auch gar nicht sehen. Daraus könne Enttäuschung entstehen. Gott liebe jede Seele unabhängig davon, ob sie an ihn glaube oder nicht. Er sehe und belohne das Werk der Liebe unabhängig davon, ob eine Glaubenssaat aufgehe oder nicht.
Jesus Christus sei in seiner Verheißung ein fester Anker, an dem wir uns aufrichten könnten, auch dann, wenn sich irdische Verhältnisse oder die Gemeinden veränderten.
Hirte Jens Gühring aus der Gemeinde Erlangen und Priester Oliver Wellner aus der Gemeinde Höchstadt a. d. Aisch wandten sich mit ergänzenden Predigtbeiträgen an die Anwesenden, eingeleitet jeweils durch Vorträge des gemischten Chores bzw. eines Instrumentalduos aus Querflöte und Orgel.
Nach der Sündenvergebung und der Feier des Heiligen Abendmahls beendete Richard Bauer den Gottesdienst mit Gebet und Segen.
Für das gesellige Zusammensein danach war im Foyer und im kleinen Saal der Kirche alles für einen Mittagsimbiss vorbereitet worden. Viele Gottesdienstteilnehmer nutzten die Gelegenheit zum Gedankenaustausch, bevor sie sich wieder auf den Heimweg machten.
Text: Andreas Lehmann
Bilder: Andreas Lehmann und Jörg Sacher