Am Sonntag, den 19. April 2026, feierte Bezirksapostel Michael Ehrich mit den Gemeinden Würzburg, Karlstadt und Ochsenfurt in der neuapostolischen Kirche Würzburg das Fest der Konfirmation. Der Gottesdienst wurde via IPTV an alle Empfangsstationen im Kirchenbezirk Erlangen-Würzburg übertragen.
Der Predigt lag ein Bibelwort aus dem Evangelium des Matthäus zugrunde, das Stammapostel Jean-Luc Schneider für die Konfirmationsgottesdienste 2026 empfohlen hatte:
„Wer nun mich bekennet vor den Menschen, zu dem will ich mich auch bekennen vor meinem Vater im Himmel.“ (Matth. 10, 32)
Nach dem Vortrag des Liedes „Ins Wasser fällt ein Stein“ (JLB 96b) durch den Kinderchor und den gemischten Chor wandte sich der Bezirksapostel zunächst an die beiden Konfirmanden Laurenz und Paul, die an diesem Tag im Mittelpunkt standen. Er umriss die Bedeutung der Konfirmation für ihr zukünftiges Glaubensleben. Zu einem mündigen Christen herangereift und mit dem Segen Gottes ausgestattet, gelte es von nun an eigenverantwortlich nach den göttlichen Geboten zu leben. Dabei sei es durchaus von Vorteil, diese im Konfirmandenunterricht auswendig gelernt zu haben. Der Sohn Gottes gebe uns aber mit dem Gebot der Gottes- und Nächstenliebe ein neues Gesetz, welches die mosaischen Gebote zusammenfasse und uns ihre Erfüllung wesentlich erleichtere. Eine weitere entscheidende Grundlage für einen Christen sei das Glaubensbekenntnis, dessen erste drei Artikel gemeinsames Gut der christlichen Kirchen sei.
Im Mittelpunkt der Predigt stand die Bedeutung des Bibelwortes für unser Glaubensleben. Sich zu Christus zu bekennen erschöpfe sich nicht einfach im Besuch der Gottesdienste, so Michael Ehrich weiter. Ein Blick in die Krisen- und Kriegsgebiete zeige, wie sich Brüder und Schwestern selbst unter Lebensgefahr zu ihrem Glauben bekannten und nicht davor zurückschreckten, persönliche Nachteile zu erleiden. Das Bekenntnis zu Jesus Christus beweise sich täglich in unserer Lebensgestaltung nach dem Vorbild Jesu, in unserem lebendigen Glauben, von dem wir gern Zeugnis ablegen, in unserer Hoffnung auf den Herrn und in unserem Umgang mit unserem Nächsten.
Hirte Christian Köhler, Bischof Marco Metzger und Apostel Arne Herrmann vertieften in ihren Predigtzugaben die Hauptthemen des Gottesdienstes. So sei an dem vorgegebenen Bibelwort bemerkenswert, dass es keine Drohung der Abkehr Gottes von uns beinhalte, sondern eine freundliche Aufforderung zur Nachfolge. Sich zum Herrn zu bekennen, lege den Vergleich mit einem Sportler nahe, der das Trikot seines Vereins trage. Und schließlich gebe es, je nach Region, zwei verschiedene Sprechweisen im Zusammenhang mit der Konfirmation: Junge Christen konfirmieren oder werden konfirmiert. Die erste Variante deute auf das aktive Bekenntnis hin, das vor der Gemeinde abgelegt wird, die zweite verweise auf die Gabe des Konfirmationssegens.
Nach dem Opfergebet und einem einleitenden Chorlied traten die beiden Konfirmanden vor den Altar. Zunächst verlas der Konfirmandenlehrer, Priester Dietmar Züfle, den von Stammapostel Jean-Luc Schneider verfassten Konfirmandenbrief. In der folgenden Ansprache ermunterte Michael Ehrich die beiden jungen Christen, den Brief immer wieder einmal zur Hand zu nehmen. Auch forderte er sie dazu auf, sich aktiv mit ihren vielfältigen Gaben in das Gemeindeleben einzubringen. Nachdem Laurenz und Paul ihr Gelübde abgelegt hatten, empfingen sie durch den Bezirksapostel den Segen zu ihrer Konfirmation.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls und dem trinitarischen Segen setzten der gemischte Chor und der Kinderchor den Schlusspunkt zu einem besonderen Sonntagsgottesdienst mit dem Lied „Wo ein Mensch Vertrauen gibt“ (JLB 65). Im Anschluss nutzten die zahlreichen Anwesenden die Gelegenheit, den beiden jungen Christen zu ihrer Konfirmation persönlich zu gratulieren und ihnen ihre Segenswünsche zu übermitteln.
Text: B.-U. Groß
Fotos: S. Römer