Am Sonntag, den 17. Mai 2026, trafen sich die aktiven und die bereits im Ruhestand befindlichen Gemeindeleiter des Kirchenbezirks Erlangen-Würzburg zusammen mit ihren Ehepartnerinnen zum diesjährigen Vorsteherausflug in Bad Kissingen. Zum Auftakt erlebten sie gemeinsam mit der dortigen Gemeinde den Sonntagsgottesdienst in der neuapostolischen Kirche in der Columbiastraße.
Der Bezirksvorsteher, Bezirksevangelist Richard Bauer, leitete den Gottesdienst mit einem Bibelwort aus der Apostelgeschichte ein:
„Aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde.“ (Apg. 1, 8)
Zu Beginn seiner Predigt stellte Richard Bauer einen Zusammenhang zwischen den Abschiedsworten Jesu unmittelbar vor seiner Himmelfahrt und dem Motto des gerade zu Ende gehenden katholischen Kirchentags in Würzburg her. „Hab Mut, steh auf!“ Um der Aufforderung des Herrn nachkommen zu können, hätten die Jünger Jesu die Kraft des Heiligen Geistes gebraucht, um sich mutig auf den Weg zu machen und von der Wahrheit des Evangeliums Jesu Christi zu zeugen.
Auch unsere Aufgabe heute sei es, Mut zu haben, aufzustehen und die frohe Botschaft zu verkünden, und das durchaus in einfachen und prägnanten Worten:
Jesus Christus ist nicht nur am Kreuz für uns gestorben, sondern er ist auferstanden und lebt. Durch die Kraft des Heiligen Geistes will er uns bis zu seiner Wiederkunft für sein ewiges Reich zubereiten. Die engste Gemeinschaft mit ihm erleben wir schon jetzt in der Feier des Heiligen Abendmahls.
Abschließend betonte der Bezirksevangelist, dass sich unsere Zeugenschaft nicht nur in einem mündlichen Zeugnis unseres Glaubens erschöpfe, sondern auch in unserem sich am Evangelium orientierenden Lebenswandel. Diese Zeugenschaft zeige sich also in Wort und Tat.
Hirte Christian Köhler aus Würzburg, Priester Thomas Kunzmann aus Karlstadt sowie Sebastian Guhl, der stellvertretende Bezirksvorsteher, vertieften das Thema des Gottesdienstes durch ergänzende Predigtbeiträge. Umrahmt wurde die jeweilige Wortverkündigung durch Vorträge des gemischten Chors, der, durch zahlreiche Gäste unterstützt, zu einem ungewohnt mächtigen Klangkörper angewachsen war.
Nach dem obligatorischen Foto vor dem Altar der Gemeinde begab sich die Besuchergruppe zusammen mit dem Organisationsteam zum gemeinsamen Mittagessen in ein Restaurant. Unter kundiger Führung folgte ein etwa einstündiger Stadtrundgang, vorbei an den wichtigsten Baudenkmälern im Kurbereich und im Altort und mit einem Blick auf die beindruckenden weiträumigen Parkanlagen eines der historisch und architektonisch wohl bedeutendsten Kurbäder Deutschlands.
In die Columbiastraße zurückgekehrt, durfte die Besuchergruppe an den zwischenzeitlich im Freigelände der Kirche aufgestellten Tischen und Bänken Platz nehmen. Bei Kaffee und Kuchen, von fleißigen Händen aus der Gemeinde Bad Kissingen vorbereitet, konnte der gelungene Vorsteherausflug nun langsam ausklingen. Allen hatte es gut getan, sich über mehrere Stunden hinweg zwanglos miteinander auszutauschen und die Gemeinschaft zu pflegen.
Am Ende ist es den Besucherinnen und Besuchern aus dem Bezirk ein besonderes Anliegen, den Schwestern und Brüdern aus der Gemeinde Bad Kissingen ganz herzlich für die organisatorische Vorbereitung dieses Vorsteherausflugs und für ihre selbstlose Gastfreundschaft zu danken. Bad Kissingen ist in mehrfacher Hinsicht eine Reise wert.
Text: B.-U. Groß
Fotos: J. Sacher