Am Donnerstag, den 14. Mai 2026, feierte Apostel Arne Herrmann, Leiter des Apostelbereichs Heilbronn-Nürnberg, den Gottesdienst an Christi Himmelfahrt in der neuapostolischen Kirche Würzburg. Zum Gottesdienst mit eingeladen waren die Jugend des Kirchenbezirks Erlangen-Würzburg sowie die Nachbargemeinden Karlstadt und Ochsenfurt. In diesem Gottesdienst empfing ein Kleinkind das Sakrament der Heiligen Versiegelung. Für die Gemeinden Karlstadt und Würzburg wurde je ein Diakon ordiniert.
Der Gottesdienst stand unter einem Bibelwort aus dem Johannesevangelium:
„Ich bin vom Vater ausgegangen und in die Welt gekommen; ich verlasse die Welt wieder und gehe zum Vater.“ (Johannes 16, 28)
Freudig leitete der Gemeinschaftschor der anwesenden Gemeinden unter der Leitung von Helge Lauterbach die Predigt ein mit dem von Melchior Franck komponierten Lied „Gen Himmel aufgefahren ist“ (CB 79). Die an hohen christlichen Feiertagen übliche Bibellesung beruhte auf Markus 16, 14–19.
Zu Beginn seiner Predigt würdigte Arne Herrmann das Motto des gerade in Würzburg stattfindenden katholischen Kirchentags: "Hab Mut, steh auf!" In einer immer stärker säkularisierten Gesellschaft sei es wichtig, den christlichen Glauben zu bekennen, für die Werte des Christentums einzutreten und damit für die Verteidigung der Menschenwürde. Mit der Himmelfahrt Jesu Christi nach dessen Tod und Auferstehung sei nicht einfach eine Epoche zu Ende gegangen. Vielmehr sitze der Sohn Gottes als Fürsprecher zur Rechten seines Vaters, weil er wisse, dass die Menschen Sünder sind. Er wirke darauf hin, dass sie ihm auf dem Weg in den Himmel nachfolgen könnten.
Das vorgelesene Bibelwort sei wohl der kürzeste Lebenslauf Jesu und beschreibe drei Stationen, so der Apostel weiter:
Viele Menschen würden die Frage nach dem Sinn des Lebens stellen, nach dem Woher und dem Wohin. In Jesus Christus seien diese Fragen beantwortet. Als Christen glaubten wir, dass Gott uns gewollt habe und wir insofern auch von ihm ausgegangen seien. Durch die Wiedergeburt aus Wasser und Geist habe Gott uns eine neue Identität als Braut Christi geschenkt.
Diese Welt sei geprägt von Anfechtungen, Leid und Not. In dieser Zeit habe er seine Jünger ausgesandt, um das Evangelium zu predigen und zu taufen. Ihr Bekennermut erinnere an das Motto „Hab Mut, steh auf!“. Den Mut zu haben, aufzustehen und Christus in seinen Werten vor allen Menschen zu bekennen, gebe auch unserem Leben Sinn.
Durch seine Himmelfahrt habe Jesus Christus den gläubigen Menschen die Möglichkeit eröffnet, einmal so wie er in die ewige Gemeinschaft mit Gott einzutreten. Durch diese göttliche Berufung verleihe er uns damit Würde.
Nach einem ergänzenden Predigtbeitrag durch Bischof Marco Metzger, dem Opfergebet und der Sündenvergebung spendete Apostel Arne Herrmann einem Kleinkind durch Handauflegung das Sakrament der Heiligen Versiegelung, d.h. die Gabe Heiligen Geistes. In der vorhergehenden Ansprache an die Eltern ermutigte er diese, Jesus Christus in ihrer Erziehungsaufgabe einen festen Platz einzuräumen.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls ordinierte der Apostel die Brüder Marlon Brunzel aus Karlstadt und Jörn Lehmann aus Würzburg zu Diakonen für ihre jeweiligen Gemeinden. Zuvor dankte er ihnen für ihre Bereitschaft zur Mitarbeit in der Seelsorge und bei der Wortverkündigung.
Den Schlusspunkt des Gottesdienstes setzte der Jugendchor des Kirchenbezirks mit dem Lied "Nur mit Jesus will ich leben" (Ergänzungsheft zum JLB 2). Anschließend nutzten etliche Anwesende die Gelegenheit, den beiden Diakonen ihre Segenswünsche zu übermitteln.
Text: Andreas Lehmann, B.-U. Groß
Bilder: Gundbert Banik, Andreas Lehmann