Am Sonntag, den 14. Juni 2026, fand in der neuapostolischen Kirche Ochsenfurt der Kindertag für den Kirchenbezirk Erlangen-Würzburg statt.
Bereits beim Eintreffen in der Kirche wurden die jungen Besucherinnen und Besucher mit fröhlichen Klavierklängen begrüßt und auf den Gottesdienst eingestimmt. Zu Beginn sangen alle das Lied „Der Gottesdienst soll fröhlich sein“ aus dem Liederbuch „Stimmt mit ein“ an.
Nach dem Eingangslied betete Hirte Christian Köhler mit den Kindern und las anschließend das Bibelwort aus Jeremia 29, 11 vor:
„Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der Herr: Gedanken des Friedens und nicht des Leidens, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung.“
Nach dem Liedvortrag „Ein Licht geht uns auf“ (Nr. 39, „Stimmt mit ein“) verließ der Hirte den Altar und betrat den Kreis der Kinder. Er begrüßte die Schar und verwies auf das nicht so leicht verständliche Bibelwort. Um es besser zu verstehen, wolle er es „schrittweise“ erklären. Er holte verschiedenfarbige und durchnummerierte Fußabdrücke hervor und verteilte diese im Kirchenschiff.
Eine junge Glaubensschwester durfte nach dem ersten Schritt suchen, der Fundstelle des Bibelwortes. Das war knifflig. Gerade gehört und doch schon wieder aus dem Kopf. Gemeinsam konnte die Frage beantwortet werden und Schritt 2 wurde gesucht von insgesamt 10 Schritten. Die Fragen bezogen sich auf den Text und spannten gleichzeitig den Bogen zur Lebenswelt der Kinder. So erzählte Christian Köhler von der babylonischen Gefangenschaft der Israeliten und erfragte, wie sie sich wohl gefühlt haben könnten. Die Kinder waren sich einig, dass die Israeliten aufgrund ihrer Situation in Babylon verängstigt und unsicher gewesen sein mussten. Von sich selbst berichteten sie, dass der eine oder andere von ihnen auch schon mal verunsichert war, z.B. vor einem Schulwechsel. Anschließend erläuterte der Hirte, dass Gott durch Jeremia den Israeliten mitteilen ließ, dass sie ihr Leben so gut wie möglich leben sollten und dass er mit ihnen sei und an sie denke, so, wie wir an einen Menschen denken, der z.B. Geburtstag hat. Mit guten Wünschen, mit Liebe und nur mit den besten Gedanken. Zufälligerweise hatte eine Anwesende Geburtstag, und dieser Impuls wurde sofort umgesetzt, indem ein herzliches und freudiges „Happy Birthday“ angestimmt wurde.
Anschließend ging es auf den „Fußabdrücken“ um die Frage nach der Zukunft und Hoffnung.
Die Israeliten sorgten sich um die Zukunft. Ihr Tempel war zerstört und ihrer Vorstellungskraft nach somit auch Gott fern von ihnen. Das hatte zur Folge, dass sie sich mit ihrem Glauben auseinander setzen mussten. Hoffnung hatten sie durch die Prophezeiung, nach 70 Jahren zurück nach Jerusalem kehren zu dürfen. Nach der Zukunftshoffnung der Kinder gefragt, wurden zukunftsnahe Dinge wie der anschließende Besuch im Tierpark, das bevorstehende Gemeindefest und die kommenden Ferien genannt. Die Zukunft unseres Glaubenslebens sei aber die Wiederkunft Jesu Christi und die Hochzeit im Himmel. Hoffnung zu haben bedeute, Gott bei sich zu haben und Probleme als leichter zu empfinden.
Abschließend stand die Frage im Raum, woher man wisse, dass Gott bei einem sei. Hier zeugten die Antworten von einem festen Glauben: „Beim Aufstehen denke ich an Gott.“ Und: „Im Gebet ist er mir nah!“ Diese oder ähnliche Gedanken durften die Kinder im Anschluss an den Gottesdienst in eine Sprechblase schreiben, um sie zu Hause an gut sichtbarer Stelle aufzuhängen.
Nach dem Heiligen Abendmahl und dem Schlussgebet begann das Freizeitprogramm dieses Kindertages.
Zunächst gab es leckere Pizza für Groß und Klein in der Kirche. Gut gestärkt machte sich die Schar in den nahegelegenen Tierpark nach Sommerhausen auf. Hier leben auf ca. 14 Hektar 350 Tiere. Dort angekommen, lud der Abenteuerspielplatz die Kids zum Spielen und Verweilen ein. Währenddessen wurde die Kuchen- und Kaffeebar aufgebaut und erste süße, aber auch gesunde Leckereien vernascht. Anschließend wurden die Kinder nacheinander in zwei Gruppen durch den Park geführt. Zunächst durften sie ins Gehege der Kaninchen und das bereitgestellte Futter an die Tiere verfüttern. Das blieb den benachbarten Ziegen nicht verborgen und sie kamen neugierig an den Zaun, um sich eine Streicheleinheit und ein Leckerli abzuholen. Weiter ging es zur Schildkröte Papaya. Sie war hingegen unbeeindruckt von dem kindlichen Treiben. Ganz im Gegensatz zur Pute, die mit ihrem markanten Schnabel versuchte, die Körner einzeln von den Kinderfingern zu picken. Keine Angst, alle Finger sind noch dran. Der weitere Weg führte die Gruppe u.a. am vietnamesischen Hängebauchschwein vorbei. Sie besuchte die Wollschweine in ihrem Stall, lernte die Alpakas Elmo, Fernando, Karamell und Capuri kennen und durfte den Eseln ganz nah kommen. Den weiteren Nachmittag verbrachten die Kinder entweder bei den Tieren oder auf dem Spielplatz, und die Erwachsenen nutzten die Zeit zum regen Gedankenaustausch. Rückblickend auf einen schönen und harmonischen Sonntag, traten alle am späten Nachmittag die Heimreise an.
Text/Bilder: T.L.