Ein erlebnisreiches und sonniges Bezirksämter-Familien-Wochenende startete am 08. Juni 2024 in der Schwandorfer Kirche.
Über 70 Teilnehmer, aus dem Apostelbezirk Heilbronn-Nürnberg, konnte der Vorsteher der Gemeinde Schwandorf, Alexander Klette, herzlich willkommen heißen. Nach den Begrüßungen, einem kurzen Austausch und einigen Erfrischungsgetränken ging es auch schon los Richtung Steinberger See und zur großen Holzkugel.
Das architektonische Meisterwerk ist 40 m hoch, hat 50 m Durchmesser und ein Gewicht von rund 500 t. Aus zirka 800 Kubikmeter Lärchenholz wurde es konstruiert. Es ist die größte begehbare Holzkugel der Welt.
Die Kugel bietet 30 Bewegungsstationen, eine 80 m Riesenrutsche, 2 Hängebrücken in wackeliger Höhe, eine Panoramaplattform. In der Beschreibung heißt es: Für jedes Alter geeignet!“
Die Apostel, Bischöfe, und Bezirksämter aktiv und in Ruhe mit ihren Familien testeten dies. Wagemutig waren von Kindern bis zu den Senioren die meisten in und auf der Kugel unterwegs. Der Ausblick von der Panoramaplattform auf die Umgebung und den Steinberger See war eine echte Belohnung für die Mühe des Aufstiegs. Die Oberpfalz zeigte sich wettertechnisch von der besten Seite, es waren hochsommerliche Temperaturen und strahlender Sonnenschein.
Das Wetter konnte man natürlich auch für Spaziergänge am See, oder einfach einem gemütlichen Beisammensein genießen. Der Nachmittag verging schnell und abwechslungsreich. Am Abend konnte das gemeinsame Abendessen auf der Terrasse des Restaurants, mit Blick auf den See, eingenommen werden. Da die meisten Teilnehmer auch in Schwandorf übernachteten, gab es noch einen regen Gesprächsaustausch auf der Terrasse des Hotels.
Gemeinsamer Gottesdienst
Ein weiteres Highlight war natürlich der Gottesdienst am Sonntagmorgen in der Schwandorfer Kirche. Neben der Gemeinde Schwandorf waren noch die Geschwister der Oberpfalzgemeinden Amberg, Cham und Weiden eingeladen.
Der Gemeindechor, unter dem Dirigat von Katharina von Bornstädt wurde durch Sängerinnen und Sänger der eingeladenen Gemeinden gebildet und aus den Reihen der Bezirksämter verstärkt. Den Gottesdienst feierte Apostel Arne Herrmann in der gut besetzten Kirche.
Er verwendete für die Predigt das Bibelwort aus Lukas 1, Verse 46 – 48, wo es heißt:
„Und Maria sprach: Meine Seele erhebt den Herrn und mein Geist freuet sich Gottes, meines Heilandes; denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen. Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskinder.“
Die Predigt thematisierte das außergewöhnliche Gottvertrauen, den starken Glauben und die unverbrüchliche Treue von Maria in allen Situationen und Lebenslagen.
In den Co-Predigten untermauerten diese Aspekte der stellvertretende Bezirksvorsteher Daniel Polzin aus dem Bezirk Heilbronn, der stellvertretende Bezirksvorsteher Birger Linß aus dem Bezirk Coburg/Hof, sowie Bischof Marco Metzger.
In einem urigen Oberpfälzer Gasthof trafen sich nach dem Gottesdienst alle zum Mittagessen. Anschließend war eine Besichtigung der Felsenkeller in Schwandorf im Angebot. Das nutzten die meisten Teilnehmer und erkundeten das gewaltige Labyrinth.
Auch hier hat die Stadt Schwandorf eine Besonderheit zu bieten.
Es ist Bayerns größtes Felsenkeller-Labyrinth. Die weit über 130 bis zu 500 Jahre alten Felsenkeller zeugen von einem ehemals blühenden Braugewerbe im Ort. Ursprünglich wurden sie als Gär- und Lagerkeller für Bier errichtet, erlebten aber dann eine wechselvolle Geschichte als „Kühlschränke“ des täglichen Bedarfs. Die weitverzweigten unterirdischen Räume dienten im zweiten Weltkrieg als Luftschutzbunker und retteten Tausenden von Menschen das Leben. Das geheimnisvolle Labyrinth besteht aus mehr als 60 Räumen.
Nach dieser eindrucksvollen Besichtigung, oder auch der Besichtigung einer nahegelegenen katholischen Kirche, oder einfach einem Spaziergang im historischen Stadtkern, trafen sich alle wieder in der Schwandorfer Kirche. Hier waren schon liebe Menschen tätig, hatten eine großzügige Tafel eingedeckt und hübsch dekoriert. Auch ein Kuchenbuffet vom Feinsten wartete auf die Gäste.
Gut gestärkt, mit vielen wunderbaren Eindrücken und bereichernden Gesprächen, begaben sich anschließend wieder alle Teilnehmer auf den Nachhause-Weg.
Ein herzliches Dankeschön an den Gemeindevorsteher, seine Frau und die vielen fleißigen Helfer im Hintergrund. So konnten alle Teilnehmer ein wunderschönes Wochenende erleben.
Text – Tanja Klette, Marita Münster
Fotos – KHK, AK, AH, MG, MM