Am 18. April 2025 besuchte Apostel Arne Herrmann die neuapostolische Kirche in Bamberg und feierte mit der dortigen Gemeinde den Gottesdienst zu Karfreitag.
Seiner Predigt legte der Apostel ein Bibelwort aus dem Matthäusevangelium zugrunde:
„Die aber vorübergingen, lästerten ihn und schüttelten ihre Köpfe und sprachen: Der du den Tempel abbrichst und baust ihn auf in drei Tagen, hilf dir selber, wenn du Gottes Sohn bist, steig herab vom Kreuz!" (Matth. 27, 39f)
In einer ausführlichen Bibellesung vor Beginn der Predigt wurde das Karfreitagsgeschehen umfassend beschrieben. (vergl. Matth. 27, 31-50)
Arne Herrmann ging zunächst auf die damalige Situation ein, in der sich die Jünger Jesu befanden. Sie kannten zwar im Prinzip die göttliche Verheißung, waren aber in Anbetracht der Kreuzigung fassungslos. Sie hielten Jesu Tod für endgültig. Heute seien wir klüger, so der Apostel, weil wir wüssten, wie sich die Ereignisse weiterentwickelten. Die Jünger aber fühlten sich all ihrer Hoffnungen beraubt und mussten auch noch den Spott der Umstehenden ertragen.
Für Christus, der als Mensch auch menschliche Empfindungen hatte, war die Verhöhnung neben seinen körperlichen Schmerzen unerträglich. Hatten die Menschen ihn noch Tage vorher in Jerusalem willkommen geheißen, forderten sie jetzt seinen Tod. Er hätte der Versuchung nachgeben und sich vom Kreuz befreien können. Er beugte sich aber dem Plan seines Vaters, brachte das Opfer und schuf damit die Voraussetzung für die Auferstehung und somit die Grundlage unseres Glaubens.
Apostel Arne Herrmann führte weiterhin aus, dass heute „das Kreuz auf sich nehmen“ von der Allgemeinheit eher als Torheit angesehen würde. Jedoch liege in der Annahme des Kreuzes die Bewahrung des Glaubens und der Hoffnung sowie die daraus entstehende Kraft, das Leid zu ertragen.
Zur Vorbereitung auf die Feier des heiligen Abendmahles wies der Apostel auf die besondere Bedeutung dieses Sakramentes hin. Es sei insbesondere ein Moment des Gedächtnisses an Christus und auch der Dankbarkeit ihm gegenüber.
Auf das Singen des Bußliedes wurde in diesem Gottesdienst verzichtet. Stattdessen hatte jeder die Gelegenheit, sich in stiller Andacht auf die Sündenvergebung und das Heilige Abendmahl einzustimmen.
Text: Harald Heil
Bilder: Günter Schmidt