Am Mittwoch, den 29. 7. 2026, besuchte Bezirksapostel Martin Rheinberger zum ersten Mal seit seiner Beauftragung den neuapostolischen Kirchenbezirk Erlangen-Würzburg. Dieser Gottesdienst wurde per IPTV in alle Gemeinden in der Region übertragen.
Als Grundlage für die Predigt diente ein Bibelwort aus Jesu Rede über die Endzeit:
„Wer beharrt bis ans Ende, der wird selig.“ (Markus 13, 13)
Zu Beginn der Predigt verglich Bezirksapostel Martin Rheinberger die Zusammenkunft in der Kirche mit den Aufenthalten Jesu in Bethanien. Dort konnte er sich ausruhen und ohne Belastung einfach Mensch sein, mit der Gewissheit, Gott ist bei mir.
Das Bibelwort, so Martin Rheinberger weiter, sei kein Hinweis mit erhobenem Zeigefinger, sondern der Rat, sich auf das Kommende zu konzentrieren.
Was nützten uns die Traditionen aus der Vergangenheit, wenn wir nicht bereit wären, Veränderungen anzunehmen. Das habe auch Petrus lernen müssen, dem der Herr im Traum seine irrige Meinung über die Unreinheit vor Augen geführt hatte. Auch die Israeliten hätten zurückgeschaut und sich, trotz der Verheißung in ihre Heimat geführt zu werden, nach den Fleischtöpfen Ägyptens gesehnt.
Was bleibt dann am Ende? So die abschließende Frage des Bezirksapostels:
Die Liebe Gottes zu uns Menschen und die Nächstenliebe unter den Menschen. Daraus ergebe sich auch die Gnade des Herrn uns gegenüber, dass wir, wenn Christus wiederkommt, mit dabei sind.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls führte Martin Rheinberger zwei Ordinationen durch. Diakonin Julia Kunzmann aus der Gemeinde Karlstadt empfing das Priesteramt. Schwester Bettina Linhardt wurde als Diakonin für die Gemeinde Bamberg gesetzt.
In der persönlichen Ansprache an die beiden Amtsträgerinnen zeigte der Bezirksapostel wichtige Aspekte für ihre zukünftige Arbeit auf: die Gemeinschaft mit den Brüdern und Schwestern suchen und ihnen zuhören sowie Raum schaffen für das Wirken des Heiligen Geistes.
Text: Harald Heil
Bilder: Günter Schmidt