Am Mittwoch, den 14. Mai 2025, feierte Apostel Arne Herrmann den Gottesdienst in Würzburg. Die Nachbargemeinden Karlstadt, Kitzingen und Ochsenfurt waren ebenfalls eingeladen. Ein Glaubensbruder wurde an diesem Abend zum Diakon für die Gemeinde Würzburg ordiniert.
Als Grundlage der Predigt wählte der Apostel ein Bibelwort aus dem Johannesevangelium:
„Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das?“ (Johannes 11, 25f)
In seinen einleitenden Worten bezog sich Arne Herrmann auf das eingangs durch den Chor vorgetragene Lied „A clare bedediction“ des britischen Komponisten John Rutter, das einen Segenswunsch Gottes und die Zusicherung seiner Begleitung enthält. Dabei orientiere sich Gott nicht an menschlichen Wünschen. Vielmehr schenke er Glaubenskraft, Gottvertrauen, Erbauung und Stärkung durch die Gottesdienste und letztlich die Hoffnung auf seine Wiederkunft.
Im Kontext des vorgelesenen Bibelworts erläuterte der Apostel, dass Jesus auf einen Hilferuf zunächst nicht reagiert habe und erst in Betanien eingetroffen sei, als nach menschlichem Ermessen schon alles zu spät und Lazarus verstorben war. Dennoch habe Marta geglaubt, dass Jesus auch jetzt noch helfen könne. Dieser Glaube sei vorbildlich gewesen, so Arne Herrmann. Prägend sei dabei gewesen, dass Marta dem Gottessohn glaubte, was als Zeichen ihrer Beziehung zu Jesus zu verstehen sei.
Im Gegensatz dazu stehe einerseits der zur Zeit des alten Bundes verbreitete Götzenglauben, andererseits der zur Zeit Jesu geforderte Glaube einer an den Geboten orientierten äußeren Frömmigkeit, wie sie Jesus bei den Pharisäern beobachtete. Beide Glaubensformen gebe es in ähnlicher Form auch heute noch.
Jesus erwarte eine Beziehung zu ihm, wie sie Marta gezeigt habe, Vertrauen in seine Lehre und seine Verheißungen. Ein solcher Glaube versetze uns in die Lage, ihm nachzufolgen, auf seine Gnade zu vertrauen, und er erzeuge in uns den Wunsch, die ewige Gemeinschaft mit ihm zu erlangen.
Bezirksevangelist Richard Bauer, der Vorsteher des Kirchenbezirks Erlangen-Würzburg, wurde anschließend um einen ergänzenden Predigtbeitrag gebeten.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls rief Apostel Arne Herrmann Bruder Sebastian Welz an den Altar und ordinierte ihn zum Diakon für die Gemeinde Würzburg.
Nach dem Schlussgebet und Segen nutzten viele Gottesdienstbesucher die Gelegenheit, dem neu ordinierten Diakon ihre Segenswünsche zu übermitteln.
Text: Andreas Lehmann
Bilder: Gundbert Banik