Am Donnerstag, den 28. September 2023, feierte Apostel Arne Herrmann den Abendgottesdienst mit den beiden Gemeinden Kitzingen und Ochsenfurt in der neuapostolischen Kirche Kitzingen. Ein musikalisches Trio aus zwei Geigen und Orgel stimmte vorab mit einfühlsamen Vorträgen die Anwesenden auf die besondere Begegnung ein, während später der kleine gemischte Chor die einzelnen Predigtbeiträge umrahmte.
Der Apostel legte dem Gottesdienst ein Bibelwort aus dem Kolosserbrief zugrunde:
„Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.“ (Kol. 3, 17)
Zu Beginn seiner Predigt ließ sich Arne Herrmann von einer Aussage aus dem Eingangslied der Sänger inspirieren: „Wohl mir! Ich darf dich Vater nennen.“ (aus: „Anbetend deine Macht und Größe“, CB 132) Wie Kinder zu ihren Eltern kommen dürften, auch wenn sie Fehler gemacht hätten, so könnten wir uns auch immer mit all unseren Anliegen an unseren Himmlischen Vater wenden und er würde uns unser Fehlverhalten nicht anrechnen. Durch Jesus Christus, unseren Herrn, erlangten wir die Gnade Gottes. Dafür sollten wir stets dankbar sein.
Das Bibelwort, so der Apostel weiter, stelle einen wunderbaren Auftakt zum bevorstehenden Erntedankfest am 1. Oktober dar, an dem Stammapostel Jean-Luc Schneider der Festbereiter in der Gebietskirche Süddeutschland sein würde. Unser Dank gegenüber dem Schöpfer beschränke sich nach dem Kolosserbrief nicht nur auf unsere Dankgebete, sondern zeige sich auch in unseren Werken. Sie sollten geprägt sein von der Zufriedenheit mit dem, was wir dank Gottes Gnade haben dürfen, nicht von den Klagen über das, was uns noch fehlt.
Wie sehr eine dankbare Grundhaltung für das Wohlergehen des Einzelnen förderlich sei, erwähnte Priester Sebastian Guhl in seinem ergänzenden Predigtbeitrag. Bei einer Rehamaßnahme habe er erlebt, dass die für ihre Fortschritte dankbaren Patienten schneller vorankamen als diejenigen, welche ständig darüber jammerten, was ihnen noch nicht möglich war.
Das Thema Dankbarkeit bewegte die Gemeinde auch bei der Vorbereitung des Heiligen Abendmahls. Anstelle des Bußliedes waren alle dazu eingeladen, sich in einer Schweigeminute darüber bewusst zu werden, wofür sie ihrem Himmlischen Vater ganz persönlich danken sollten.
Nach dem Gottesdienst bot sich jedem Teilnehmer die Gelegenheit, sich persönlich von Apostel Arne Herrmann zu verabschieden. Dabei hieß er drei neue Mitglieder der Gemeinde Ochsenfurt willkommen, die gerade erst aus einer anderen Gebietskirche in die fränkische Kleinstadt am Main gezogen waren.
Text: Bernd-Uwe Groß
Fotos: Sigrid Römer