„Es war einfach großartig zu sehen, wie gut das Publikum auf unsere Musik reagiert hat und wie sehr es von unserem Auftritt begeistert war.“ Das war die Reaktion der Musikfachberater Chris-Patrick Schöffler und Susanne Schweigert nach einem Werkstattkonzert am 1. Mai 2024 im Kirchengebäude der neuapostolischen Kirche Würzburg. Es bildete den Abschluss eines Orchestertages für den Kirchenbezirk Erlangen-Würzburg.
Insgesamt 31 Teilnehmer waren der Einladung zum Orchestertag gefolgt. Das miteinander musizierte Repertoire spannte einen weiten Bogen über unterschiedliche Musikepochen und –stile von der Renaissance bis in die Gegenwart. Freudig eröffnet wurde das Konzert mit dem „March Prélude“ aus dem Te Deum von Marc-Antoine Charpentier, einem in der Barockzeit entstandenen Rondo, das auch als Eurovisionsmelodie bekannt ist.
In seinen Begrüßungsworten hob Chris-Patrick Schöffler die musikalische Vielfalt der musizierten Stücke ebenso hervor wie die Tatsache, dass sich je ein neun- bzw. zwölfjähriger Musiker angemeldet hätten und dass ein vollständiges Flötenensemble zu einer erfreulichen Instrumentenvielfalt beigetragen habe.
Vorgetragen wurden Choräle wie „Ins Wasser fällt ein Stein“, „Von guten Mächten treu und still umgeben“ und „Gott ist die Liebe“ oder Stücke aus der Musikliteratur wie „How calmly the evening“ von Edward Elgar bzw. ein Abendlied von Josef Rheinberger. Ein Bockflötenensemble gab als modernes Stück „Rock my soul“, aus dem Barock die Bourree aus der Wassermusik von Georg Friedrich Händel und aus der Renaissance einen Tanz von Michaël Prætorius zum Besten, bevor Swingrhythmen mit „Somebody´s knocking“ erklangen. Abgerundet wurde das Programm mit der Meditation „The Peace of God“ nach einer Melodie von Philipp Paul Bliss in einer Fassung des zeitgenössischen Komponisten Alexander Därr und dem sog. irischen Reisesegen „Möge die Straße uns zusammenführen“ in einer Bearbeitung von Markus Pyllik.
Lang anhaltender Applaus bewog die Musikerinnen und Musiker zu einer Zugabe.
Für das leibliche Wohl während der Kaffee- und Mittagspause des Orchestertages war bestens gesorgt. Mit großer Dankbarkeit über das Erlebte, in die sich die Vorfreude auf den nächsten Orchestertag mischte, traten die Musikerinnen und Musiker die Heimreise an.
Text: Andreas Lehmann
Fotos: Enrico Göhlmann, Andreas Lehmann und Jörn Lehmann