Am Donnerstag, den 25. April 2024, trafen sich Senioren aus den neuapostolischen Kirchengemeinden Würzburg, Karlstadt, Kitzingen und Ochsenfurt zu einem Besuch des Museums für Franken auf der Festung Marienberg in Würzburg. Angekündigt war eine Führung unter dem Motto "Kuriose Geschichten". An verschiedenen Stationen wurden die Besucher in die (vermeintliche) Vergangenheit begleitet. Bei jeder Station stellte sich die Frage, ob es sich um Wahrheit oder Lüge handelt.
Die Führung begann historisch-berühmt an einem Bild des bedeutenden Baumeisters des Barock, Balthasar Neumann. Unter seiner Leitung wurde die Würzburger Residenz begonnen und nach seinen Plänen 25 Jahre nach seinem Tod fertiggestellt. Weitere Stationen waren unter anderem historisch-frivol die von Tilman Riemenschneider Ende des 15. Jahrhunderts geschaffenen Figuren Adam und Eva, die ursprünglich am Eingang der Marienkapelle aufgestellt waren und dort inzwischen durch Kopien ersetzt wurden. Auch historisch Amüsantes durfte nicht fehlen mit den Eibelstädter Lügensteinen, mit denen 1725 der damalige Leibarzt des Fürstbischofs und Kuriositätensammler, Professor Johann Bartholomäus Adam Beringer, getäuscht wurde. Am Ende der Führung standen alle vor dem Schaukasten mit einem historisch-makabren Exponat: eine reiche Würzburgerin hatte sich einen Bezoar, einen Magenstein ihres eingegangenen Lieblingspferdes, als Schmuckstück in Gold einfassen lassen.
Auch wenn der Rundgang (noch) nicht behindertengerecht angelegt war, konnten doch auch die Teilnehmer mit eingeschränkter Mobilität durch tatkräftige Unterstützung aller anderen bis zum Abschluss dabei sein.
Zum Ausklang des Nachmittags trafen sich alle Teilnehmer noch themenbezogen in einem Lokal an der historischen Alten Mainbrücke. Kaffee und Kuchen waren ein Genuss, denn sie waren keine Relikte aus der Vergangenheit, sondern ganz frisch.
Text: Ditmar Kaiser
Bilder: Birgit Weitzel, Andreas Lehmann, Rudolf Rabhansl