Am Sonntag, den 31. August 2025, besuchte der Bischof des Apostelbereichs Heilbronn-Nürnberg, Marco Metzger, die Gemeinde Würzburg, um Gottesdienst zu feiern und einen Segen zur Rubinhochzeit zu spenden.
Der Bischof legte der Predigt ein Bibelwort aus der Apostelgeschichte zugrunde:
„Und eine Frau mit Namen Lydia, eine Purpurhändlerin aus der Stadt Thyatira, eine Gottesfürchtige, hörte zu; der tat der Herr das Herz auf, sodass sie darauf achthatte, was von Paulus geredet wurde. Als sie aber mit ihrem Hause getauft war, bat sie uns und sprach: Wenn ihr anerkennt, dass ich an den Herrn glaube, so kommt in mein Haus und bleibt da. Und sie nötigte sie.“(Apg. 16, 14f)
Zunächst ging Marco Metzger in seiner Predigt auf die im Bibelwort genannte Frau namens Lydia ein, die erste namentlich genannte Christin auf europäischem Boden, die sich damals von Apostel Paulus hatte taufen lassen. Einem inneren Impuls folgend und entgegen damaliger Konventionen begegnete Paulus dieser gottesfürchtigen Frau sogar in ihrem Hause, in dem sich gläubige Christen versammelten und woraus sich vermutlich die spätere Gemeinde zu Philippi entwickelte. Lydia sei auf all dies von Gott vorbereitet worden, damit sie „ihr Herz auftun“ und den Impulsen des Heiligen Geistes entsprechend folgen konnte.
Auch für uns heute sei es wichtig, das göttliche Geschenk des Glaubens zugleich als Gabe und Aufgabe zu sehen. Dies bedeute konkret, unser Herz Gott und dem Nächsten gegenüber zu öffnen, achtsam „zuzuhören“ und inneren Impulsen folgend den christlichen Glauben in der Praxis zu bekennen.
Bezirksevangelist Richard Bauer erläuterte in seinem ergänzenden Predigtbeitrag, dass es nicht selbstverständlich sei, ein offenes Herz zu erlangen und dies dann auch zu bewahren. So könnten Dinge wie Streit, Missgunst und Schicksalsschläge das Herz auch wieder schleichend „schließen“. Wirksame Gegenmaßnahmen seien hierfür die Aufnahme des Wortes aus der Predigt, die Liebe zu Gott und zueinander sowie das Gebet.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls übermittelte der Bischof dem ehemaligen Gemeindevorsteher, Hirte i.R. Henry Bernhard, und seiner Frau Christine den Segen zu ihrer Rubinhochzeit.
Eingeleitet wurde die Segenshandlung durch das Lied „Lean on me“ (dt.: „Lehn dich bei mir an“) des US-amerikanischen Songschreibers Bill Withers, vorgetragen vom Gemeindechor.
Dieses Lied sei für ihre bisherige Ehe sehr passend, so der Bischof in seiner Ansprache. Immer wieder habe es Situationen gegeben, in denen sie sich aufeinander verlassen und aneinander „anlehnen“ konnten. So seien sie in allen Höhen und Tiefen ihrer Ehe füreinander da gewesen, hätten das Herz für den anderen offen gehalten, aber auch Gott immer als Dritten im Bunde in ihre Entscheidungen mit einbezogen. Passend hierzu erhielten sie noch ein persönliches Bibelwort aus Prediger 4, 12 mit auf ihren weiteren Weg: „Einer mag überwältigt werden, aber zwei können widerstehen, und eine dreifache Schnur reißt nicht leicht entzwei.“
Nach dieser Segenshandlung beendete Marco Metzger den Gottesdienst mit Gebet und Segen. Die Gemeinde nutzte danach die Gelegenheit, bei einem kleinen gemeinsamen Imbiss dem Jubelpaar persönliche Glück- und Segenswünsche entgegenzubringen.
Text: Nicole Metzger
Bilder: Gundbert Banik